Was ist eigentlich Breitband?

Was eigentlich ist Breitband?

Ursprünglich wurde der Begriff Breitband in seinem eigentlichen  Wortsinn verwendet. Er bezeichnete die ganze „Bandbreite“ möglicher Frequenzen zur Übertragung von Telekommunikation. Heute wird der Begriff daher insofern sinnentfremdet verwendet.

Denn man versteht aktuell unter Breitband (auch Breitband-Internet-Zugang, Breitbandanschluss) den Zugang zum Internet mit verhältnismäßig hoher Datenübertragungsrate. Diese ist um ein Vielfaches höher als bei den älteren Zugangstechniken, wie dem Telefonmodem oder der ISDN-Einwahl, die im Unterschied als Schmalbandtechniken bezeichnet werden.

Bislang existiert kein eindeutiger Schwellenwert beziehungsweise keine Definition, ab welcher Datenübertragungsrate die Breitband-Verbindung beginnt. Insbesondere steigt dieser Wert durch die Weiterentwicklung der Kommunikationstechnik beständig.

 

Deutschland hinkt beim Thema Glasfaser deutlich 
hinterher

Skandinavien und die Baltischen Staaten gelten als europäische Aushängeschilder in Sachen Breitband-Internetversorgung: Ein Breitband-Anschluss ist beispielsweise in Finnland bereits 2010 vom Staat als Grundrecht definiert worden. Estland leitete bereits 2009 in die Wege, dass bis 2015 neben allen Unternehmen auch alle Privathaushalte mit mindestens 100 MBit/s angeschlossen sein sollen. Insbesondere die Bereiche eLearning und eHealth sind in diesen Flächenstaaten wichtige Motoren des Ausbaus.

Schaut man über den europäischen Tellerrand, sind Australien und Japan Vorreiter in Sachen Breitbandzugang: Parallel zu Estland beschloss auch die australische Regierung für Ihre Bürger und Firmen ein 100 MBit/s-Minimum bis 2015. In Japan versorgen einige Dienstanbieter Ihre Endkunden bereits mit 1 GBit/s, also 1.000 MBit/s.

Die Breitbandversorgung über eine Glasfaserinfrastruktur ist in Deutschland ein noch sträflich vernachlässigtes Thema. Während Estland, Schweden und die Slowakei es auf einen Anteil an über 30 Prozent aller Breitbandverbindungen bringen, liegt der Anteil in Deutschland gerade einmal bei knapp über 1 Prozent. Im Schnitt kommen alle OECD Länder auf einen durschnittlichen Anteil von 14,9%. Davon sind wir in Deutschland noch meilenweit entfernt.

Im Ranking des FTTH Councils Europe, das im Gegensatz zur OECD die Anschlusszahlen auf die Gesamtheit der Haushalte bezieht, wird Deutschland wegen zu geringer Durchdringung in der Statistik nicht einmal aufgeführt.

 

Der Kreis Plön erklärt Breitband zum Thema mit oberster Priorität!

Die neue Strategie lautet: „Glasfaser bis in die Wohnung oder bis zum Arbeitsplatz!"
Der Kreistag hat im Februar 2013 eine Machbarkeitsstudie beschlossen, mit deren Hilfe eine Strategie für dieses ehrgeizige Ziel gefunden werden soll. Insbesondere für die Wirtschaft bedeutet ausreichender Breitbandanschluss Teilnahme an modernen Entwicklungen.