Die Strategie - Alle an einem Strang.

 

Strategie in Schleswig-Holstein

Glasfaser muss bis ins Haus!
Das Land Schleswig-Holstein und das Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH) erklären eine Strategie eines Glasfaseranschlusses bis ins Gebäude (fttb = fibre to the building = Glasfaser bis ins Gebäude), beziehungsweise bis an den Arbeitsplatz (ftto = fiber to the office = bis ins Büro) oder in die Wohnung (ftth = fiber to the home = bis ins Haus), als zu verfolgendes Ziel. Eine bisher auch alternativ verfolgte Strategie Glasfaser bis an den Kabelverzweiger der deutschen Telekom (fiber to the curb = Kabelverzweiger der Telekom) kann nur noch als Übergangslösung angesehen werden. Sie ist aber nur dann auch wirklich zielführend, wenn bei der Planung der spätere Glasfaserausbau berücksichtigt werden kann.

Das Ende der Kupferzeit
Dies ist der Erkenntnis geschuldet, dass sich die Datenübertragung über Kupferkabel technologisch mit den heutigen Übertragungsraten an einem absehbaren Ende ihrer Möglichkeiten und damit auch in einer Sackgasse befindet. Die Zukunft gehört eindeutig der Übertragung über Glasfaser. Sie muss deshalb durchgehend bis zum Nutzer an den Arbeitsplatz oder in die Wohnung geführt werden. Die Datenübertragung in Lichtgeschwindigkeit und in unerreichbarer Fülle und Qualität wird nach allgemeiner Einschätzung durch kein anderes Medium jemals erreichbar sein.

Auch favorisiert das Land Schleswig-Holstein kreisweite Lösungen, damit für die privaten Telekommunikationsanbieter attraktive Größen von Glasfasernetzen entstehen und möglichst alle ländlichen Bereiche angeschlossen werden.

 

Strategie Kreis Plön

Gemeinsam sind wir stark
Übereinstimmend mit der Breitbandstrategie des Landes Schleswig-Holstein und des zuständigen Breitbandkompetenzzentrums Schleswig-Holstein (BKZSH) hat der Kreistag des Kreises Plön im Februar 2013 eine Machbarkeitsstudie für ein kreisweites Glasfasernetz bis ins Gebäude beschlossen. Das Ergebnis liegt seit Mai 2014 vor. Danach liegen im Kreis Plön gute Voraussetzungen vor, ohne Zwischenschritt gleich mit dem Glasfaserausbau bis in die Gebäude zu beginnen. Wirtschaftlich tragbar wird ein solcher Einstieg in eine neue Infrastruktur allerdings erst, wenn sich die Mehrheit der Gemeinden zu einem gemeinsamen Vorgehen zusammenschliessen und dadurch aufgrund der Grösse gute Ausschreibungsergebnisse erzielen.

 

Erste Erfolge

Die beim Kreis Plön  seit Februar 2013 eingerichtete zentrale „Koordinierungsstelle Breitband“ (Hauptansprechpartner ist Herr Jens-Peter Baden, Tel. 04522 743339) hat nach dem Vorliegen der Machbarkeitsstudie das positive Ergebnis allen Städten und Gemeinden vorgestellt. Auch wurde die Entstehung eines für den ganzen Kreis Plön offenen Zweckverbandes mit einer Keimzelle in den Ämtern Selent/Schlesen intensiv begleitet. Wenn genügend Städte und Gemeinden sich diesem Zweckverband anschließen, besteht die Chance für eine Realisierung eines direkten Einstiegs in ein Glasfaserprojekt bis in die Gebäude (FTTB, engl.:fiber to the Building), welches sich aus den Einahmen innerhalb eines Zeitraumes von bis zu 30 Jahren selbst finanziert hätte.

Viele weitere Gemeinden gerade aus dem Zentrum des Kreises Plön, wollen mittlerweile dem Zweckverband beitreten und auch den Städten wurde es nahe gelegt, dies durch ihren Beitritt zu unterstützen.

 

 Auf der Internetseite des Kreises Plön wird hierzu über alle Aktivitäten, Erkenntnisse und Entwicklungen berichtet.

 

Das Werben für ein möglichst kreisweites kommunales Glasfaserprojekt geht weiter
Ein zentrales Anliegen des Kreises Plön ist eine gute Internetanbindung für alle Bürger im Kreisgebiet. Es muss vermieden werden, dass Versorgungslücken zurückbleiben. Dieses Ziel wird weiter verfolgt. Ein möglichst starker Zweckverband kann dies unterstützen.

 

Die Nachfrage nach mehr Bandbreite aus der Bevölkerung wird steigen und ebenso werden die Forderungen aus der Politik nach stärkerer Förderung des Ausbaus zunehmen. Deshalb ist es wichtig, dass eine Struktur wie der Zweckverband zur rechten Zeit mit der richtigen Strategie zur Stelle ist und den günstigsten Zeitpunkt für einen Einstieg in den Glasfaserausbau auslotet. Bis dahin sollte bei Tiefbauarbeiten anhand der beim Kreis jetzt vorliegenden technischen Vorplanung grundsätzlich geprüft werden, ob durch Mitverlegung von neuen Leerrohren und der Kartierung vorhandener Leerrohre schon erste Vorleistungen erfüllt werden können.
 
Die Strategie des Zweckverbandes muss ein möglichst lange in alle Richtungen offen gehaltener Prozess sein. Erst wenn klare Erkenntnisse vorliegen und Finanzierungspläne erarbeitet sind, können Entscheidungen über das weitere Vorgehen getroffen werden. Die Haltung der EU, des Bundes und der Länder zur Förderung bleibt abzuwarten. Auch sind mögliche Kooperationen über die Kreisgrenzen hinaus immer im Auge zu behalten.
 
Der Glasfaser-Ausbau in der Fläche wird nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen.
 

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Haben Sie Fragen zur Strategie oder Ideen? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen. Die spannendsten Fragen und Anregungen werden wir auf dieser Internetseite veröffentlichen – auf Wunsch selbstverständlich auch anonym.

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